Nino Bulling works across comics, textiles, and publishing formats, using graphic narrative as a site to explore political violence, emotional affinity, sex, and gender. Their practice is grounded in collective organizing and autonomous education. Nino lives and works in Berlin, Germany.
Ausstellungen
2025 Third Surface /gr berlin atonal
Knotting Unruly Ties /gr nGbK Berlin
Von der Seite in den Raum /gr Klingspor Museum Offenbach
Evidence. Dessiner le présent /gr Musée Tomi Ungerer Strasbourg
2024 Grafixx De Studio Antwerpen
Togetherness /gr Kunsthaus Göttingen
Metamorfismo mit Francisco Leiro galería Marlborough Madrid
Coexist /gr Mittelrhein Museum Koblenz
We Who Move The World Forward /gr Acud Berlin
2023 Gewalt Erzählen /gr Sigmund-Freud-Museum Wien
Lichtpause ist ein Brief an einen Freund in Algier in Form eines grafischen Gedichts. Der Text ist durch den Verlauf eines Tages strukturiert. Bild- und Textebene laufen mal parallel, verschränken und entfernen sich. Die Stimme des Erzählers mischt sich mit denen seiner Freunde, die kommentieren, interpretieren, fragen. Es wird über die Geschichte des europäischen Blicks auf Algier gesprochen, über die Möglichkeit von Freundschaft, über Gewalt, Extraktivismus und Architektur, während der Blick über die gebaute Oberfläche der Stadt streift.
»Das ist „Lichtpause“ nämlich vor allem: ein gezeichneter Essay über das Licht im Tagesverlauf, komplett mit farbigen Bleistiften angefertigt. Gelb, Blau und Orange sind dabei die vorherrschenden Töne. Und selbst die Randlinien der Panels sind hier farbig und das auch noch von Seite zu Seite meist unterschiedlich gehalten. Diese simple Idee macht großen Effekt, genauso wie die über die Seiten gestreute Erzählstimme, die aus der Perspektive Bullings berichtet. Aber immer wieder verstummt sie über ganze Bilderfolgen hinweg, als müsse sie Atem schöpfen, etwas überdenken, käme vor flirrender Hitze oder unter der Fülle der Eindrücke gar nicht zur Beendigung eines Satzes.« (Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung)