Nino Bulling works across comics, textiles, and publishing formats, using graphic narrative as a site to explore political violence, emotional affinity, sex, and gender. Their practice is grounded in collective organizing and autonomous education. Nino lives and works in Berlin, Germany.
Ausstellungen
2025 Third Surface /gr berlin atonal
Knotting Unruly Ties /gr nGbK Berlin
Von der Seite in den Raum /gr Klingspor Museum Offenbach
Evidence. Dessiner le présent /gr Musée Tomi Ungerer Strasbourg
2024 Grafixx De Studio Antwerpen
Togetherness /gr Kunsthaus Göttingen
Metamorfismo mit Francisco Leiro galería Marlborough Madrid
Coexist /gr Mittelrhein Museum Koblenz
We Who Move The World Forward /gr Acud Berlin
2023 Gewalt Erzählen /gr Sigmund-Freud-Museum Wien
Der NSU-Prozess lässt wie unter einem Brennglas Bruchlinien sichtbar werden, die sich durch Deutschland ziehen. Der Comic rekonstruiert drei Episoden, die im fünfjährigen Gerichtsprozess unter den Tisch gefallen sind. Ergänzend zu den Bildgeschichten erscheinen Gespräche: mit Candan Özer-Yılmaz, Witwe von Atilla Özer, Ayşe Güleç, Mitbegründerin der „Initiative 6. April“ zur Aufklärung des Mordes an Halit Yozgat, Sebastian Scharmer, Nebenklagevertreter von Gamze Kubaşık, den Journalisten Christian Fuchs und Toralf Staud, sowie Barbara John, Ombudsfrau für die Opfer des NSU.
»Dessen ungeachtet ist „Bruchlinien“ ein Meilenstein für den deutschen Comic: methodisch, ästhetisch, vor allem aber politisch. Die Lektüre ist schmerzhaft, aber das muss sie sein, wenn überhaupt so etwas wie ein Umdenken in den Dienststellen, die bei der Aufklärung der NSU-Morde versagt haben, erfolgen soll.« (Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
»Es ist der Versuch, die Geschehnisse um den NSU aus einer dezidiert weiblichen Perspektive (König) zu beleuchten. Wofür hier drei ins Geschehen involvierte Frauen (eine Zschäpe-Freundin, eine Beamtin des Verfassungsschutzes und Gamze Kubaşık, Tochter des vom NSU ermordeten Mehmet Kubaşık) als eine Art Medium für das dienen, was Comic und Protokoll, Recherche und Spekulation zu vereinen sucht.« (Steffen Georgi, Leipziger Volkszeitung)