Nino Bulling works across comics, textiles, and publishing formats, using graphic narrative as a site to explore political violence, emotional affinity, sex, and gender. Their practice is grounded in collective organizing and autonomous education. Nino lives and works in Berlin, Germany.
Ausstellungen
2025 Third Surface/gr berlin atonal
Knotting Unruly Ties nGbK Berlin
Von der Seite in den Raum/gr Klingspor Museum Offenbach
Evidence. Dessiner le présent /gr Musée Tomi Ungerer Strasbourg
2024 Grafixx De Studio Antwerpen
Togetherness /gr Kunsthaus Göttingen
Metamorfismo mit Francisco Leiro galería Marlborough Madrid
Lehrauftrag Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Mentor Mapatintas – Red de Cómics Para Nuevos Mundos Buenaventura, Cali, Bogotá
Evidence. Dessiner le présent
2025
Ausstellung
Musée Tomi Ungerer, Strasbourg
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„Zu Beginn seiner Karriere verfasste Nino Bulling gezeichnete Reportagen über politische und gesellschaftliche Themen. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten jedoch entfernen sich vom journalistischen Blick und affirmieren eine subjektive Erzählweise mit autofiktionalen Elementen. In Raum 5 sind Zeichnungen aus Lichtpause (2017) zu sehen — eine Erzählung in 24 Stunden, in der der Künstler die Stadt Algier porträtiert. In Raum 2 präsentiert Nino Bulling Zeichnungen aus einem 2024 begonnenen, fortlaufenden Projekt, das die Verflechtung von gelebtem Alltag mit historischen und politischen Ereignissen durch kurze tägliche Comic-Erzählungen auslotet, die mit der Dokumentation und Bewältigung der Gegenwart experimentieren. Das Triptychon an der Fassade des Museums hat der Künstler eigens für die Ausstellung geschaffen.“ (Text: Anna Sailer, aus dem Faltblatt zur Ausstellung)
Evidence. Dessiner le présent Mit Mounira Al Solh, Neïla Czermak Ichti und Mazen Kerbaj. 03/25
Originalzeichnungen aus firebugs, Lichtpause, messy+wholesome; Drucke auf Alu-Dibond
Kuration: Anna Sailer
Togetherness
2024
Ausstellung
Kunsthaus Göttingen
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KHG_Togetherness_Installation_6
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Die Gruppenausstellung „Togetherness“ im Kunsthaus Göttingen zeigt vier künstlerische Positionen, die Facetten von Freundschaft, Zugehörigkeit, Liebe und (queeren) Beziehungen im Medium Comic und Graphic Novel erforschen. Die für die Schau entwickelten Quilts rest I(stay) und rest II(leave) begleiten Originale aus firebugs/abfackeln.
Kunsthaus Göttingen
07/24-11/24 Zeichnungen auf Papier, zwei Quilts Kuration: Lotte Dinse / Dorle Meyer
Die Duoausstellung mit Francisco Leiro paart Zeichnungen aus der Serie »Sometimes when we kiss, it feels like I am drinking water from your mouth« mit Leiros Granitskulpturen.
»The silk conveys delicacy and malleability; partially transparent, the canvases are superimposed according to the viewer’s angle and the light that falls on them. In these intimate encounters, the artist offers representations of relationships and identities that are often absent from mainstream narratives. These are not constructed in isolation, but also through the gaze and desire of others. Bulling seems to propose that the creation of everyday scenes, strongly influenced by his artistic practice around the graphic novel and illustrated narrative, underpins the defense of a diverse imaginary. These characters explore the entire spectrum of gender and its expression, immortalized on a surface that is also changing and mutable.« (Tiage de Abreu Pinto im Ausstellungstext)
Metamorfismo
Galería Marlborough Madrid mit Francisco Leiro 02/2024 – 03/2024 Kuration: Tiago de Abreu Pinto
Nino Bullings Beitrag zur documenta fifteen bestand neben Kollaborationen mit Samandal und der Comicgewerkschaft in der Publikation firebugs / abfackeln und einer darauf basierten Ausstellung. Für den Ausstellungsraum in der Hafenstraße 76 entstand eine Reihe großer Handzeichnungen auf Seide. Die Serie Sometimes when we kiss, if feels like I am drinking water from your mouth übersetzt die Themen des Buches in die Form der Installation. Die Zeichnungen greifen Figuren und Orte der Erzählung auf und bringen sie in neuen Konstellationen zusammen. Die lichtdurchlässige Seide erlaubt je nach Stand der Sonne über den Sheddächern des Ausstellungsraums immer neue bildliche Überlagerungen.
»Je länger ich hier bin, desto weniger verstehe ich. Ich will mich an alles erinnern, aber vielleicht reicht es, durch ein kleines Loch zu gucken, auf einen Tag.« In Briefform adressiert Nino Bulling das grafische Gedicht Lichtpause an einen Freund. »Das Thema des Buches ist für mich Freundschaft. Der intensive Zustand, einen Ort durch die Augen von Freunden zu erfahren, im Wissen, dass es sich um einen Moment handelt, der vorbei gehen wird«, so Bulling. Das Licht in der Stadt Algier wird zum Akteur der Bilderzählung: Es verleiht Dingen, Architekturen und Menschen Kontur, lenkt die Wahrnehmung, definiert Atmosphären und ein Gefühl für die Zeit. Lücken im Bild der Stadt zeigen sich, die Erinnerung ist ebenso löchrig und zuweilen verstummt, pausiert die Sprache zugunsten der konsequent in Blau, Gelb, Orange und Rottönen gehaltenen Bildfolgen.
Die Ausstellung im Diesekraftwerk Cottbus zeigt alle 38 originalen Farbstiftzeichnungen der Publikation.
Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst
03/21-08/21 Farbstift auf Papier Kuration: Ulrike Kremeier/Helene Roolf