about
Cross

Nino Bulling works across comics, textiles, and publishing formats, using graphic narrative as a site to explore political violence, emotional affinity, sex, and gender. Their practice is grounded in collective organizing and autonomous education. Nino lives and works in Berlin, Germany.

Ausstellungen

2025
Third Surface /gr
berlin atonal

Knotting Unruly Ties /gr
nGbK Berlin

Von der Seite in den Raum /gr
Klingspor Museum
Offenbach

Evidence. Dessiner le présent /gr
Musée Tomi Ungerer
Strasbourg

2024
Grafixx
De Studio
Antwerpen

Togetherness /gr
Kunsthaus Göttingen

Metamorfismo
mit Francisco Leiro
galería Marlborough
Madrid

Coexist /gr
Mittelrhein Museum
Koblenz

We Who Move The World
Forward /gr
Acud
Berlin

2023
Gewalt Erzählen /gr
Sigmund-Freud-Museum
Wien

Wäre, wenn /gr
Rich Cake
Bad Ems

Make it Right
Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf

2022
documenta fifteen
Kassel

2021
feral methods /collective
ngbk Berlin

2020
Lichtpause
Brandenburgisches Landesmuseum,
Cottbus

Graphic Novel /gr
Wilhelm-Wagenfeld-Haus, Bremen

2019
Neo-Right /gr
BWA Gallery, Zielona Góra

The Alt-Right Complex /gr
HMKV, Dortmund

2018
Zerrissene Gesellschaft /gr
Centre de la Photographie Genève

Graphic Novels. Aktuelle deutsche
Comic-Romane /gr
Galerie Stihl, Waiblingen

Zerrissene Gesellschaft /gr
f-stop Festival für Fotografie, Leipzig

2017
Other testimonies. What does the setting
reveal about the stance? /gr
Biennale für aktuelle Fotografie,
Mannheim

Publikationen

2025
messy + wholesome
Musée Tomi Ungerer
Strasbourg

La Flama
Editorial Finestres
Barcelona

2024
The Fleeting Archive
Oranienplatz Comic Workshop
Selbstverlag, Berlin

firebugs
Drawn&Quarterly, Montréal

2023
La Part du Feu
Cambourakis, Paris

Cutes – Selected Queer and Trans Comics
(Hrsg., mit Joseph Kai, Nour Hifaoui)
Samandal / distanz
Beirut / Paris / Berlin

2022
abfackeln / firebugs,
Edition Moderne / Colorama
Zürich / Berlin

2020
Wasser Stand
Internationales Literaturfestival Berlin
e-book

2019
Bruchlinien. Drei Episoden zum NSU
Text: Anne König
Spector Books, Leipzig

2017
Lichtpause
Rotopol, Kassel

Share the love
Text: Nina Hoffmann
Kuš, Riga

Wege einer Ware
Text: Anne König
in: Lampedusa – Bildgeschichten vom
Rande Europas
Spector Books, Leipzig

2015
Tamgout, Buchenwald, Paris,
in: Redrawing Stories from the Past
Kuš!, Riga

Residencies/ Stipendien / Preise

2026
Villa Kamogawa
Goethe-Institut Japan
Kyoto

Saari Residence
Koone Foundation
Finland

2025
Lamda Literary award in Transgender Fiction
für firebugs

Arbeitsstipendium
Deutscher Literaturfonds

Reihenförderung Berliner Senat
für Losing The Plot

2024
Stipendiat Goethe Institut/ Das Kulturforum
Antwerpen/Brüssel

2023
Stipendiat Schloss Balmoral
Bad Ems

Stipendiat Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf, Brandenburg

2021/22
Stipendiat Akademie Schloss
Solitude, Stuttgart

2021
Recherchestipendium Comic
des Berliner Senats

2019
Stipendiat Les Ateliers Sauvages,
Algier

2018
Recherchestipendium Bildende Kunst
des Berliner Senats

Förderpreis Comic des Berliner Senats

2017
Finalist Comicbuchpreis der
Berthold-Leibinger-Stiftung

2016
Stipendiat Swedish Comics Association,
Malmö


Lehre

2025
Masterclass/ Lehrauftrag
Hochschule für Künste Bern

2024
Masterclass/ Lehrauftrag
Sint Lucas School Of Arts
Antwerpen

Vertretungsprofessur
Klasse Illustration & Comic
Kunsthochschule Kassel

Lehrauftrag
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Mentor
Mapatintas – Red de Cómics
Para Nuevos Mundos
Buenaventura, Cali, Bogotá

2019-2020
Künstlerischer Mitarbeiter
Klasse Illustration & Comic
Kunsthochschule Kassel

Losing the Plot

2025
Veranstaltungsreihe, Kollaboration

Comic Gewerkschaft
Cross
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LTP_Freitag15
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„Losing the Plot“ untersuchte die Gemeinsamkeiten zwischen Comics und Theater, Hörspiel, Musik und Poesie; sowohl formal als auch in den Überschneidungen zwischen künstlerischen Szenen und Organisations- und Überlebensstrategien. In drei Workshops konnten Teilnehmer*innen sich in Sounddesign für Lesungen, Szenografie und crossmedialem Schreiben von Dialogen ausprobieren. An den Abenden gab es Vernetzungstreffen für Schreibende verschiedener Disziplinen und Lesungen von Künstler*innen, die jenseits von Genregrenzen schreiben und produzieren. „Losing the Plot“ interessierte sich dafür, welche Bedingungen es braucht, damit es experimentelle (grafische) Literatur geben kann.

„Losing the Plot“ – Wie Comics im Kulturbereich ihren Platz finden Interview mit Chiny Udeani im Deutschlandfunk Kultur

Nix wie hin: Comicgewerkschaft lädt zu Treffen, Talks & Lesungen, Sabine Danek in Page


Losing the Plot
Flutgraben Berlin
Veranstaltungsreihe der Comic Gewerkschaft
Mit: Leonie Ott, Jeffrey Trehudic, Mazen Kerbaj, 1pp1, Bär Kittelmann, Julia Gerke, Cécil Joyce Röski
10/2025

Künstlerische Leitung: Chiny Udeani, Eva Gräbeldinger, Nino Bulling
Grafikdesign: Stefanie Leinhos
Soundtechnik: Ahndi Klinger


Wasser Stand

2020
Beitrag
12 Seiten, Deutsch / Englisch

Internationales Literaturfestival Berlin
Cross
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Wasser Stand / water level dokumentiert eine Recherche zu Entwässerung und Trockenheit in der Brandenburgischen Region Uckermark vom Torfabbau im 19. Jahrhundert über die Industrialisierung der Landwirtschaft in der DDR zur massiven Preissteigerung und Spekulation mit agrarischen Böden heute. Die Reportage nimmt den Garten der Familie und den Blick über eine Landschaft, die sich als ehemaliger Sumpf entpuppt, als Ausgangspunkt. Entstanden im Auftrag des Internationalen Literaturvestival Berlin für den Schwerpunkt Bioökonomie, veröffentlicht als e-book und online in Englischer Übersetzung auf drawingthetimes.com.

Internationales Literaturfestival Berlin / drawingthetimes.com

erschienen 09/2020
29,7 x 42 cm
12 Seiten, farbig
Deutsch / Englisch

ISBN 9783959052986

Tamgout, Buchenwald, Paris

2015
Beitrag
42 Seiten, Englisch

Redrawing Stories from the Past, kuš! (Riga)
Cross
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14
12

„Tamgout, Buchenwald, Paris“ folgt den Spuren zweier Männer, die im deutsch besetzten Frankreich der 1940er Jahre im Sog von Gewalt und Verfolgung geraten.
Im ersten Kapitel wird vom algerischen Kaufmann Mohamed Kaci anhand seiner Lagerakte, den Aufzeichnungen eines Mitgefangenen und Gesprächen mit dem Buchenwald-Überlebenden Pierre Bur berichtet.
Das zweite Kapitel dokumentiert die Recherche zu dem tunesischen Lungenspezialisten Dr. Ahmed Somia, der an seinem Pariser Krankenhaus mutmaßlich eine Résistancegruppe betrieb. Seine Spur findet und verliert sich in einer Audioaufnahme im Kommunalen Archiv von Bobigny.

erschienen in:
Redrawing Stories from the Past
kuš! komiksi (Riga)
Hrsg.:
11/2015
42 Seiten, farbig
Englisch/ Deutsch

drawingthetimes.com

ISBN 978-3-03731-234-6

»Die auf tatsächlichen Lebensgeschichten basierenden Comics werden nicht als bruchlose Abfolge von Ereignissen dargestellt, sondern als Erzählungen voller Lücken und Brüche. Die Comics stellen vor allem Fragen: Welche Geschichten sind es, die als „große Geschichte“ erzählt werden, und welche Geschichten gehen im Laufe der Geschichte verloren?«
Jonas Engelmann in Comic. Das Magazin für Comic-Kultur

»Die Geschichte beginnt, als gäbe es keine Geschichte: „Augen: keine Angabe. Nase: keine Angabe. Mund: keine Angabe. Haare: keine Angabe.“ Ein Foto gibt es nicht, es ist als habe es den Menschen Mohamed Kaci nie gegeben.
Der Comic-Künstler Nino Bulling hat für seinen Beitrag zum Ausstellungsprojekt „Redrawing Stories from the Past“ in der Neuköllner Galerie im Saalbau viele Akten in Archiven zur Zeit des Nationalsozialismus gewälzt und ist dabei auf den Namen Kaci gestoßen. Ein kleiner Bericht in einem Buch über arabische Inhaftierte in den nationalsozialistischen Lagern nennt den Namen des Algeriers. Bulling hat weiter recherchiert und mehr Informationen über den Insassen mit der Nummer 78893 F zusammengetragen. Ein Gesamtbild zu erstellen, gelingt zwar nicht, dafür fehlen zu viele Angaben zum sozialen und politischen Hintergrund, doch trotzdem: In seinem Comic „Tamgout, Buchenwald, Paris“ macht Bulling sich auf die Suche nach der Geschichte von Mohamed Kaci – einem Mann, der vergessen wurde.«
(Christine Steenken in „Geisterbeschwörung“, taz)