Nino Bulling works across comics, textiles, and publishing formats, using graphic narrative as a site to explore political violence, emotional affinity, sex, and gender. Their practice is grounded in collective organizing and autonomous education. Nino lives and works in Berlin, Germany.
Ausstellungen
2025 Third Surface /gr berlin atonal
Knotting Unruly Ties /gr nGbK Berlin
Von der Seite in den Raum /gr Klingspor Museum Offenbach
Evidence. Dessiner le présent /gr Musée Tomi Ungerer Strasbourg
2024 Grafixx De Studio Antwerpen
Togetherness /gr Kunsthaus Göttingen
Metamorfismo mit Francisco Leiro galería Marlborough Madrid
Coexist /gr Mittelrhein Museum Koblenz
We Who Move The World Forward /gr Acud Berlin
2023 Gewalt Erzählen /gr Sigmund-Freud-Museum Wien
»Zu Beginn seiner Karriere verfasste Nino Bulling gezeichnete Reportagen über politische und gesellschaftliche Themen. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten jedoch entfernen sich vom journalistischen Blick und affirmieren eine subjektive Erzählweise mit autofiktionalen Elementen. In Raum 5 sind Zeichnungen aus Lichtpause (2017) zu sehen — eine Erzählung in 24 Stunden, in der der Künstler die Stadt Algier porträtiert. In Raum 2 präsentiert Nino Bulling Zeichnungen aus einem 2024 begonnenen, fortlaufenden Projekt, das die Verflechtung von gelebtem Alltag mit historischen und politischen Ereignissen durch kurze tägliche Comic-Erzählungen auslotet, die mit der Dokumentation und Bewältigung der Gegenwart experimentieren. Das Triptychon an der Fassade des Museums hat der Künstler eigens für die Ausstellung geschaffen.« (Text: Anna Sailer)
Evidence. Dessiner le Présent Musée Tomi Ungerer Mit Mounira Al Solh, Neïla Czermak Ichti und Mazen Kerbaj 03/2025 – 10/2025 Kuration: Anna Sailer Originalzeichnungen aus firebugs, Lichtpause, messy+wholesome; A Break; Tryptichon Stress Positions: Druck auf Alu-Dibond
Togetherness
2024
Ausstellung
Kunsthaus Göttingen
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«Die Gruppenausstellung „Togetherness“ im Kunsthaus Göttingen zeigt vier künstlerische Positionen, die die vielseitigen Facetten von Freundschaft, Zugehörigkeit, Liebe und (queeren) Beziehungen im Medium Comic und Graphic Novel erforschen. Die Zeichner*innen beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Normen, Rollenklischees, Intimität, Körper- und Geschlechtsvorstellungen, Identitätsfragen und Selbstoptimierung.« (Text: Dorle Meyer)
Togetherness Kunsthaus Göttingen Mit Tommi Parrish, Marijpohl, Lina Ehrentraut 07/2024 –11/2024 Kuration: Lotte Dinse / Dorle Meyer Originalzeichnungen und Skizzenbücher aus firebugs; Quilts: Handzeichnung auf Seide, Baumwolle, Baumwollgarn
»The silk conveys delicacy and malleability; partially transparent, the canvases are superimposed according to the viewer’s angle and the light that falls on them. In these intimate encounters, the artist offers representations of relationships and identities that are often absent from mainstream narratives. These are not constructed in isolation, but also through the gaze and desire of others. Bulling seems to propose that the creation of everyday scenes, strongly influenced by his artistic practice around the graphic novel and illustrated narrative, underpins the defense of a diverse imaginary. These characters explore the entire spectrum of gender and its expression, immortalized on a surface that is also changing and mutable.« (Text: Tiago de Abreu Pinto)
Metamorfismo Galería Marlborough Madrid mit Francisco Leiro 02/2024 – 03/2024 Kuration: Tiago de Abreu Pinto
Make it Right
2023
Ausstellung
Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf
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Die Ausstellung im Atelierhaus der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf zeigt eine Rekonfiguration der Serie „Sometimes When we Kiss, it Feels Like I am Drinking Water From Your Mouth“. Das für documenta fifteen entwickelte Display erscheint in einer neuen Versuchsanordnung begleitet von der für den Raum entwickelten Serie „Make it Right“.
Make it Right Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf 04/23 Kuration: Annette Rupp Szenografie: Marlene Oeken Sometimes When we Kiss: Tusche auf Seide Make it Right: Tusche auf Baumwolle
Nino Bullings Beitrag zur documenta fifteen bestand neben Kollaborationen mit Samandal und der Comicgewerkschaft in der Publikation firebugs / abfackeln und einer darauf basierten Ausstellung. Für den Ausstellungsraum in der Hafenstraße 76 entstand eine Reihe großer Handzeichnungen auf Seide. Die Serie Sometimes when we kiss, if feels like I am drinking water from your mouth übersetzt die Themen des Buches in die Form der Installation. Die Zeichnungen greifen Figuren und Orte der Erzählung auf und bringen sie in neuen Konstellationen zusammen. Die lichtdurchlässige Seide erlaubt je nach Stand der Sonne über den Sheddächern des Ausstellungsraums immer neue bildliche Überlagerungen.
documenta fifteen 06/2022 – 09/2022 Sometimes When we KIss und A Break: Tusche auf Seide Szenografie: Marlene Oeken Textildesign: Katja Lonzeck Kuration: ruangrupa/Ayşe Güleç Kuratorische Assistenz: Jaroslava Tomanová Produktion: Malene Saalmann
Lichtpause @ BLMK
2021
Ausstellung
Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst
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»Es ist ein zweifelnder, tastender Ton, den der Zeichner Nino Paula Bulling in seiner Graphic Novel „Lichtpause“ anschlägt, der während zweier Aufenthalte in Algier, zwischen September 2016 und April 2017, entstanden ist. Erstmals werden die 38 originalen Farbstiftzeichnungen in Gänze ausgestellt. „Je länger ich hier bin, desto weniger verstehe ich. Ich will mich an alles erinnern, aber vielleicht reicht es, durch ein kleines Loch zu gucken, auf einen Tag.“ In Briefform adressiert Nino Bulling das grafische Gedicht Lichtpause an einen Freund. „Das Thema des Buches ist für mich Freundschaft. Der intensive Zustand, einen Ort durch die Augen von Freunden zu erfahren, im Wissen, dass es sich um einen Moment handelt, der vorbei gehen wird“, so Bulling. Das Licht in der Stadt Algier wird zum Akteur der Bilderzählung: Es verleiht Dingen, Architekturen und Menschen Kontur, lenkt die Wahrnehmung, definiert Atmosphären und ein Gefühl für die Zeit. Lücken im Bild der Stadt zeigen sich, die Erinnerung ist ebenso löchrig und zuweilen verstummt, pausiert die Sprache zugunsten der konsequent in Blau, Gelb, Orange und Rottönen gehaltenen Bildfolgen. Die Ausstellung im Diesekraftwerk Cottbus zeigt alle 38 originalen Farbstiftzeichnungen der Publikation.« (Text: Helene Roolf)
Nino Paula Bulling. Lichtpause Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst 03/21-08/21 Kuration: Ulrike Kremeier/Helene Roolf